praevention

Vorbeugung von Zahn- und Kieferfehlstellungen

1. Ernährung

Fast alle Neugeborenen kommen mit einer Unterkieferrücklage von 2 bis 6 mm zur Welt. Diese wird im Laufe der ersten Lebensmonate durch das saugen an der Mutterbrust und die damit verbundene Vorschubbewegung des Unterkiefers ausgeglichen. Daher wird eine mindestens 3 monatige Stillzeit empfohlen.

2. Schluckvorgang

Lange Flaschensauger mit vielen und weiten Sauglöchern beeinflussen die Zungenlage und orofaciale Muskulatur negativ. Durch Zungeneinlagerung entsteht frontal offener Biss und falsche Lautbildung.

3. Schlaflage

Je nach Lagerung des Säuglings und der Kopfhaltung kann eine Rück- oder Voreinrichtung des Unterkiefers gefördert werden. Rückgebeugter Kopf während des Schlafens führt zur Mundöffnung und Mundatmung. Der regulären Nasenatmung steht die falsche Mundatmung gegenüber. Die Mundatmung führt u.a. zur Oberkieferenge, schmalen Naseneingängen, Zungenfehlfunktion, chronischer Tonsillitis, Zahnfleischentzündung, höherer Kariesbefall und falscher Körperhaltung. Leicht vorgebeugter Kopf beim schlafen führt zum Mundschluss und physiologischer Nasenatmung.

4. Lutschgewohnheiten

Das Lutschen bis zum 3.Lebensjahr, ja sogar bis zum 4.Lebensjahr wird für die Gebissentwicklung als nicht schädlich angesehen. Erst ab dem 4.Lebensjahr ist eine Unterbindung notwendig. Unbehandelt führt das Lutschen zu enormen Gebissanomalien und Zahnfehlstellungen.

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